Details

ISBN/EAN: 978-3-95732-643-0
Einband: gebundenes Buch
Weitere Details
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
270 S.
Format (T/L/B):
2.5 x 20.1 x 14 cm

Hersteller:
Verbrecher Verlag GmbH
info@verbrecherei.de
Gneisenaustr. 2 a
DE 10961 Berlin


Weitere Details arrow_forward_ios
24,00 €

Lieferbar innerhalb 24 Stunden

Unser Tipp für Sie

Kleinstadt. Familiengeheimnisse. Afrobeats. Und ganz viele Fragen. Das ist Kekeli.

Sie lebt in Süddeutschland, hat gerade ihr Abitur geschafft und versucht vor allem eines: nicht aufzufallen. Bis ihre Cousine Afi aus Togo zu Besuch kommt. Plötzlich wird vieles in Bewegung gesetzt. Gemeinsam mit ihrem Schulfreund Kwame und seinem Bruder Kofi macht sie sich auf den Weg nach Berlin, um mit der Pamoja Society an einem Dokumentarfilm über Schwarzes Leben in Deutschland zu arbeiten. Aus dem Roadtrip wird eine Reise zu ihrer eigenen Geschichte: Kekeli kennt viele ihrer Verwandten nur von Fotos. Sie spricht kein Ewe, weiß wenig über die Vergangenheit ihrer Familie und hat lange nicht hinterfragt, warum das so ist. Erst durch Afi und die Begegnungen unterwegs beginnt sie zu verstehen, dass Herkunft nicht selbstverständlich ist und Identität oft dort entsteht, wo Fragen gestellt werden.

Afi ist laut, direkt und selbstbewusst. Kekeli dagegen beobachtet lieber, als im Mittelpunkt zu stehen. Gerade diese Gegensätze machen ihre Beziehung so spannend. Immer wieder stellt sich die Frage, wie Kekelis Leben ausgesehen hätte, wenn sie selbst in Togo aufgewachsen wäre. Die Autorin Jessica Mawuena Lawson nutzt diese Gegenüberstellung, um über Heimat, Zugehörigkeit und Familie zu erzählen, ohne einfache Antworten zu liefern.

Das ist nicht irgendeine Reise. Wenn wir sie tatsächlich antreten, könnte das mein komplettes Leben verändern.

Zitat Seite 87

Und genau das passiert.

Während der Reise stößt Kekeli auf ein Familiengeheimnis, das vieles infrage stellt. Gleichzeitig wächst sie immer weiter über sich hinaus. Sie begegnet Aktivist:innen, lernt mehr über afro-deutsche Geschichte und entdeckt Geschichten, die im Schulunterricht kaum Platz finden. Besonders der Bezug zu Gert Schramm, dem einzigen Schwarzen Überlebenden des KZ Buchenwald, hat mich tief beeindruckt.

Neben den ernsten Themen bleibt auch Raum für Leichtigkeit. Afrobeats, Poesie und die Arbeit am Dokumentarfilm verleihen der Geschichte eine besondere Wärme. Und dann ist da noch Kwame. Die zarte Liebesgeschichte zwischen ihm und Kekeli entwickelt sich ruhig und glaubwürdig und fügt sich ganz selbstverständlich in die Handlung ein.

Jessica Mawuena Lawson erzählt klar, poetisch und mit viel Feingefühl. Kekeli ist ein Roadtrip, eine Coming-of-Age-Geschichte und ein Roman über Identität, Familie und Zugehörigkeit. Vor allem aber ist es ein Buch, das dazu einlädt, Fragen zu stellen, zuzuhören und die eigene Perspektive zu erweitern.

Empfohlen von Lea

Beschreibung

Kekeli lebt in einer Kleinstadt in Süddeutschland. Ihr Leben verläuft gleichförmig und angepasst, bis ihre undurchschaubare Cousine Afi aus Togo zu Besuch kommt und Kekeli sich plötzlich mit vielen Fragen der Zugehörigkeit konfrontiert sieht. Zudem wird sie von ihrem Mitschüler Kwame eingeladen, gemeinsam für die 'Pamoja Society', einer Gruppe von kreativen, afro-deutschen Jugendlichen, bei einem Doku-Film über das Leben Schwarzer Menschen in Deutschland mitzuarbeiten und dafür nach Berlin zu fahren. Auf einem Roadtrip mit Afi, Kwame und dessen Bruder Kofi stößt Kekeli auf ein beklemmendes Familiengeheimnis, das sie aus der Bahn wirft. Und das während sie sich immer mehr in Kwame verliebt. In ihrer besonderen und klaren Sprache erzählt Jessica Mawuena Lawson die Familiengeschichte ihrer aufgeweckten und sympathischen Protagonistin Kekeli und lädt ihre Leser*innen ein, sich von der Pamoja Society mitreißen und von Afrobeats und Poesie begeistern zu lassen.