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ISBN/EAN: 978-3-7558-0546-5
Einband: kartoniertes Buch
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Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
176 S.
Format (T/L/B):
1.5 x 19 x 12.5 cm

Hersteller:
DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG
herstellung@dumont.de
Amsterdamer Straße 192
DE 50735 Köln


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Ich komme nicht zurück

Roman - Nominiert für den Hamburger Literaturpreis 2024 (Buch des Jahres - Shortlist)

14,00 €

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Unser Tipp für Sie

Ende der Achtzigerjahre ist das Ruhrgebiet ein Ort im Umbruch. Die Zechen verschwinden langsam, die Siedlungen bleiben – und mit ihnen die Menschen, die dort aufwachsen. In genau so einer Umgebung lernen sich Hanna, Zeyna und Cem kennen. Drei Kinder, die schnell mehr werden als nur Freund:innen. Sie sind eine Wahlfamilie, in der es keine Rolle spielt, woher man kommt. Wichtig ist nur, dass man zusammengehört.

Diese Anfangszeit wirkt leicht, fast selbstverständlich: das Zusammensein, die Nähe, das Vertrauen. Doch je älter die drei werden, desto mehr schieben sich Unterschiede in den Vordergrund. Nicht plötzlich, sondern schleichend. Dinge, die früher egal waren, bekommen Gewicht: Spätestens mit dem 11. September 2001 kippt etwas Grundsätzliches. Die Welt draußen verändert sich – und plötzlich wirkt sich das auch auf das Innere dieser Freundschaft aus. Herkunft, Identität, Zugehörigkeit: all das wird auf einmal verhandelt, ob die Hanna, Zeyna und Cem wollen oder nicht. Die Risse, die sich vorher nur angedeutet haben, werden tiefer. Und irgendwann steht da ein Bruch, der sich nicht mehr übersehen lässt.

Im Mittelpunkt steht Hanna, die Jahre später in die Wohnung ihrer Großeltern zurückkehrt. Vieles ist vertraut, aber nichts fühlt sich mehr wirklich belebt an. Die Stadt wirkt still, fast leer. Cem ist noch da, verlässlich wie immer. Zeyna dagegen fehlt – und mit ihr ein Teil von Hannas Leben, der sich nicht einfach ersetzen lässt.

Aus dieser Perspektive heraus erzählt der Roman: suchend, rückblickend. Hanna versucht zu verstehen, was damals passiert ist, warum Zeyna nicht mehr mit ihr sprechen möchte. Aber Erinnerungen sind keine festen Größen. Sie verschieben sich, werden lückenhaft, widersprüchlich. Genau darin liegt eine große Stärke des Buches – es tut nicht so, als ließe sich die Vergangenheit klar ordnen.

Sprachlich ist der Roman sehr zugänglich, aber trotzdem dicht. Khayat schreibt direkt, ohne kühl zu sein, und poetisch, ohne sich darin zu verlieren. Oft sind es kleine Beobachtungen, die hängen bleiben: ein Moment zwischen zwei Sätzen, ein Blick, der mehr sagt als Worte. Viel passiert zwischen den Zeilen. Auch der Ort spielt eine wichtige Rolle. Das Ruhrgebiet ist hier nicht nur Hintergrund, sondern Teil der Geschichte. Die Straßen, die Wohnungen, diese leicht raue Atmosphäre – all das prägt die Figuren und ihre Beziehungen. Man merkt, dass Erinnerungen oft an Orte gebunden sind.

Im Kern geht es um Freundschaft – aber eben nicht in ihrer idealisierten Form, sondern in ihrer verletzlichen. Darum, wie sie sich verändert, unter Druck gerät und manchmal auch zerbricht. Und um die Frage, was bleibt, wenn genau das passiert.

Die Suche nach Zeyna wird für Hanna deshalb auch zu einer Suche nach sich selbst. Nicht laut oder dramatisch, sondern eher leise und tastend. Und gerade das macht den Roman so überzeugend: Er erklärt nicht alles, sondern lässt Raum für das, was sich nicht eindeutig auflösen lässt.

Empfohlen von Lea

Beschreibung

Hanna, Zeyna und Cem - eine leuchtende Freundschaft, die in einem Sommer in den späten Achtzigerjahren ihren Anfang nimmt. Gemeinsam wachsen sie in einer Arbeitersiedlung im Ruhrgebiet auf, bilden eine Wahlfamilie, in der Herkunft keine Rolle spielt. Zuhause ist, wo sie zusammen sein können. Doch je älter die Kinder werden, umso sichtbarer die Unterschiede zwischen ihnen. Mit dem 11. September 2001 wird ihre Freundschaft endgültig vor eine Zerreißprobe gestellt, bis sich die Risse zwischen Hanna und Zeyna zum Bruch ausweiten. Jahre später kehrt Hanna zurück in die Wohnung ihrer verstorbenen Großeltern. Die Stadt steht still, und Hanna fühlt sich einsam. Cem, ihr Fels, ist immer noch da, aber Zeyna schon seit Jahren aus ihrem Leben verschwunden. Hanna begibt sich auf die Suche - nach Zeyna, nach Spuren ihrer Geschichte, nach dem, was damals zwischen sie fiel. Sprachlich zupackend und gleichzeitig poetisch erzählt Rasha Khayat von den Leerstellen in unserem Leben und wie wir sie zu überwinden suchen, von der unendlichen Liebe in einer ungewöhnlichen Familienkonstellation und einer tiefen Freundschaft in einer Welt, die aus den Fugen gerät. 'In einer feinen, lyrischen Sprache erzählt Khayat die berührende Geschichte einer großen Freundschaft.' DANIEL SCHREIBER 'Dieses Buch ist wie eine ausgestreckte Hand. Ein traurigschöner Protest gegen all das, was Menschen trennt, statt zu verbinden.' DANIELA DRÖSCHER

Schlagzeile

'Ein berührender Roman über Freundschaft und die Macht der Erinnerung' FRANKFURTER RUNDSCHAU