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Henriette Zeltner-Shane
26.08.2025
Deutsch
400 S., 4 s/w Illustr.
2.8 x 21.6 x 13.7 cm
Verlagsgruppe HarperCollins Deutschland GmbH
info@harpercollins.de
Valentinskamp 24
DE 20354 Hamburg
Death at Morning House
Spannung bis zur letzten Seite - Der neue Thriller von Jugendbuch-Krimi-Genie Maureen Johnson - Cold-Case-Ermittlung mit besonderem Setting
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Unser Tipp für Sie
Morning House ist kein Ort, an dem man freiwillig allein sein möchte. Das verfallene Herrenhaus auf einer abgelegenen Insel zieht Besucher mit seiner düsteren Vergangenheit an - und genau deshalb soll Marlowe dort während der Sommerferien als Tourguide arbeiten. Nach einem Missgeschick, das sie in ihrer Heimat zur unfreiwilligen Berühmtheit gemacht hat, kommt ihr der Job gerade recht. Ein Sommer fernab neugieriger Blicke scheint genau das zu sein, was sie braucht.
Doch Morning House ist weit mehr als eine alte Villa mit einer spannenden Geschichte. In den 1930er-Jahren lebte hier der angesehene Arzt Phillip Ralston mit seiner Frau, seinem Sohn und sechs Adoptivkindern. Nach mehreren rätselhaften Todesfällen verschwand die Familie von der Insel und ließ viele Fragen unbeantwortet. Als Marlowe beginnt, sich mit der Vergangenheit des Hauses zu beschäftigen, wird schnell klar, dass die Geschichte noch lange nicht abgeschlossen ist.
Maureen Johnson erzählt auf zwei Zeitebenen. Während Marlowe in der Gegenwart immer tiefer in die Geheimnisse von Morning House eintaucht, erleben wir in den Rückblenden das Leben der Familie Ralston unmittelbar vor den tragischen Ereignissen. Gerade diese Kapitel entwickeln einen enormen Sog. Mit jeder neuen Erkenntnis verdichten sich die Zusammenhänge zwischen Vergangenheit und Gegenwart, bis beide Handlungsstränge schließlich zusammenfinden.
Besonders eindrucksvoll ist dabei die historische Ebene. Phillip Ralston vertritt die Ideologie der sogenannten Rassenhygiene und betrachtet seine Adoptivkinder eher als Versuchsobjekte denn als Familie. Dadurch erhält der Mystery-Thriller eine beklemmende Realität, denn das eigentliche Grauen entsteht nicht durch übernatürliche Elemente, sondern durch menschliches Handeln.
Die Spannung baut sich kontinuierlich auf. Immer wieder streut Johnson neue Hinweise, ohne ihre Karten zu früh aufzudecken. Gleichzeitig bleibt genügend Raum für die Dynamik zwischen den Jugendlichen auf der Insel, ohne dass diese die eigentliche Geschichte überlagert.
Death at Morning House verbindet Mystery, historischen Kriminalfall und Jugendthriller zu einer Geschichte, die mit ihrer Atmosphäre ebenso überzeugt wie mit ihrem clever aufgebauten Rätsel.
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