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ISBN/EAN: 978-3-426-28209-0
Einband: gebundenes Buch
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Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
256 S.
Format (T/L/B):
2.5 x 20.9 x 13.5 cm

Hersteller:
Verlagsgruppe Droemer Knaur GmbH & Co. KG
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produktsicherheit@droemer-knaur.de
Landsberger Straße 346
DE 80687 München


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Unser Tipp für Sie

Eine Faserarchäologin in einem Greifswalder Museum. Ein Fischerteppich mit einem irritierenden Farbspiel. Eine Teppichreparaturwerkstatt in Zagreb. Ein Neuanfang in Schweden. Ein anderer in Trieste. Menschen und Teppiche, die miteinander verknüpft, verknotet und verbunden sind. Das sind die wichtigsten Ingredienzen in Karin Kalisas neuem Roman "Fischers Frau".

Mia Sund ist die Faserarchäologin, auf deren Schreibtisch eines Tages ein Fischerteppich landet, wie sie ihn noch niemals zuvor gesehen hat. Ob der tatsächlich echt ist? Mit diesen Farben, diesen Mustern? Aber, was heißt schon echt? Sie selbst besitzt schon seit Jahren eine neue Identität. Sollte sie deshalb nicht echt sein?

Der Teppich lässt Mia nicht los. Und Mia den Teppich nicht. Sie knüpft sich mit ihm peu à peu - Knoten für Knoten - ins Leben außerhalb des Museums zurück, begibt sich erst auf eine kleine Dienstreise, dann auf eine große und schließlich auf eine ganz andere. Wobei sie sich unmerklich mit der Geschichte der pommerschen Fischerteppiche - die es tatsächlich gibt - und seiner Knüpfenden verstrickt. Unter denen gab es eine,

"die kam von weiter weg. Vielleicht eingeheiratet. Und immer habe die erzählt beim Knüpfen. Dann sei es an die zehnmal so schnell gegangen." (S. 76)

Karin Kalisa erzählt und fabuliert das, wobei sie die Gegenwart mit einem Strukturwandel verknüpft, der durch ein Fangverbot im Jahr 1928 für die Fischer ausgelöst wurde. Ein österreichischer Tapisserist brachte den Fischern das Knüpfhandwerk bei und sorgte so dafür, dass die Bevölkerung ein Auskommen hatte. Was sich wie ein Märchen liest, enthält zugleich die Botschaft, dass Strukturwandel möglich ist. Wenn das vor annähernd hundert Jahren gelingen konnte, warum dann nicht heute?

Eine Empfehlung von Barbara

Beschreibung

Von Teppichgarnen, Erzählfäden und dem sagenhaften Grün der Baltischen See. In 'Fischers Frau' lässt Karin Kalisa die Geschichte der Pommerschen Fischerteppiche lebendig werden. Südliche Ostsee, 1928: Ein dreijähriges Fangverbot macht die Fischer arbeitslos - statt hinaus aufs Meer zu fahren, setzen sie sich an Webstühle und knüpfen Teppiche, die die Welt der See zeigen - oder der Welt die See, wie man es nimmt. Ein österreichischer Tapisserist lehrt sie die Knoten, auf die es ankommt: Senneh und Smyrna. Die "Perser von der Ostsee" entwickeln sich europaweit zum Verkaufsschlager. Fast einhundert Jahre später wird der zurückgezogen lebenden Kuratorin Mia Sund ein sehr seltsames Exemplar auf den Tisch gelegt: In seinem Flor irrlichtern Hunderte von Grüntönen, segeln Koggen unter mysteriösen Flaggen, tanzen kleine Wellen in den Augen der Fische und eine ornamentale Borte entpuppt sich als vieldeutige Chiffre. Zum ersten Mal nach zwölf Jahren beantragt Mia eine Dienstreise und macht sich quer durch Europa auf die Suche nach der Knüpferin und ihrer Botschaft, die die alte Erzählung vom Fischer und seiner Frau auf den Kopf stellt. BestsellerAutorin Karin Kalisa verwebt die Kunst des TeppichKnüpfens mit den Lebensfäden zweier Frauen zu einem ebenso wahrhaftigen wie phantastischen Roman.

Über Karin Kalisa

Karin Kalisa, geboren 1965, lebt nach Stationen in Bremerhaven, Hamburg, Tokio und Wien seit einigen Jahren im Osten Berlins. Sowohl als Wissenschaftlerin als auch mit dem Blick einer Literatin forscht sie in den Feldern asiatischer Sprachen, philosophischer Denkfiguren und ethnologischer Beschreibungen. Nach Karin Kalisas erstem Roman "Sungs Laden" erschienen ihre Wintererzählung "Sternstunde" und ihre weiteren Romane "Radio Activity", Bergsalz" und "Fischers Frau". Zuletzt erschien von ihr "Magst Du die Nacht?".

Schlagzeile

Kraftvoll, poetisch und dicht geknüpft: Karin Kalisa lässt die Geschichte der Fischerteppiche lebendig werden