Das Baumhaus
Nora arbeitet als Ingenieurin bei einem Off-Shore-Anlagenbetreiber, ihr Mann Henrik schreibt fantasievolle und actionreiche Kinderbücher. Sie haben einen gemeinsamen Sohn, Fynn (5 Jahre), der die lebhafte Fantasie seines Vaters geerbt hat. Weil sich Nora nicht "zur Mutter geboren" fühlt (S. 133), übernimmt Henrik größtenteils seine Erziehung.
Henriks Familie besitzt ein altes Ferienhaus, das die junge Familie renovieren und nutzen will. Das Haus liegt fernab an einem kleinen See. Schon bei ihrer Ankunft haben sie den Eindruck, dass jüngst jemand im Haus gewesen ist. Der Regen, die lange Autofahrt und der desolate Zustand des Hauses zerren an ihren Nerven. Nach einem Streit setzt sich Nora ins Auto und fährt davon. Bei ihrer Rückkehr ist Fynn verschwunden. Hat der entfernte Nachbar - ein Jäger - damit zu tun?
Vera Buck legt viele Spuren aus. Die wichtigsten verfolgt sie bis zum Ende. In der Figur Henriks kokettiert sie mit der Schweden-Liebe vieler Deutschen und kontrastiert sie durch die Handlung. Dunkel erinnert Henrik sich an ein Baumhaus im Wald, in dem ein Mädchen gefangen gehalten wurde. Damals glaubte ihm niemand, sagten nur, er habe mal wieder zu viel Fantasie. Wäre es möglich, dass Fynn ebenfalls dort versteckt wird? Falls es das Baumhaus noch gibt? Denn Fynn bleibt verschwunden. Als eine Wissenschaftlerin hinzugezogen wird (ihre Geschichte ist der zweite Handlungsstrang des Romans), die sich auf "die Auswirkung von Verwesungsprozessen auf das Erdreich" spezialisiert hat, geht Nora vom Schlimmsten aus ...
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