Jenseits der Ngong Berge
‚Jenseits der Ngong Berge‘ ist eine Romanbiografie über das Leben von Karen/Tania Blixen. Der oscarprämierte Film ‚Jenseits von Afrika‘ setzte ihr ein Denkmal, aber damit ist ihr Leben längst nicht zu Ende erzählt.
Wie war ihre Kindheit in Dänemark? Weshalb wollte sie dort unbedingt weg? Wie die Zeit nach ihrer Rückkehr? Auf wessen Seite stand sie während des Zweiten Weltkriegs? Diese Fragen beantwortet Maren Gottschalk mit Hilfe eines fiktiven Interviews, das Karen - Tania war ihr Kosename - der jungen amerikanischen Journalistin Ruth bewilligt. Sie stellt jene Fragen, die uns heute interessieren, wenn wir uns mit Karen/Tania Blixens Leben beschäftigen.
Karen war 28, als sie zum ersten Mal afrikanischen Boden betrat. In Mombasa holte sie ihr künftiger Ehemann Baron Bror Blixen ab. In den Ngong Bergen in Kenia führten sie ein Kaffeefarm. 17 Jahre später hatte sie alles verloren: Ihre Ehe war gescheitert, ihr Geliebter tot, ihre Farm bankrott. Karen/Tania Blixen kehrte in ihr Geburtshaus nördlich von Kopenhagen zurück. Dort lebte sie bis zu ihrem Tod im Jahr 1962.
'Jenseits der Ngong Berge' ist mehr als ein Stück Kolonialgeschichte. Es ist die biografische Annäherung an eine eigensinnige Frau, die um ihre Liebe und ihr Glück kämpfte, schon früh den Kolonialismus kritisierte und dafür belächelt wurde. Die Armut ebenso gut wie Luxus kannte, egozentrisch und selbstkritisch zugleich war. Krankheit und Schmerz beugten sie nicht, stattdessen trotzte sie dem Leben bis ins hohe Alter ab, was es ihr zu bieten hatte: Liebe, Leid und immer wieder Literatur. Ernest Hemingway schlug sie sogar für den Literaturnobelpreis vor. Den erhielt sie nicht. Aber wir die Romanbiografie über eine besondere Frau.
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