Greta & Valdin
Rebecca K. Reillys Debütroman Greta & Valdin ist ein warmherziger, kluger und herrlich witziger Streifzug durch das Leben zweier Geschwister, die sich irgendwo zwischen Identität, chaotischen Liebesgeschichten und familiärem Trubel selbst zu finden versuchen. Im Zentrum stehen Greta und Valdin, die gemeinsam in Auckland leben und sich in einem emotionalen Labyrinth aus Ex-Freund:innen, heimlichen Schwärmereien und Selbstzweifeln verlieren. Sie teilen nicht nur eine Wohnung, sondern auch eine Vorliebe für Karaoke, emotionale Verwicklungen und ein ausgeprägtes Gespür für Fehlentscheidungen in der Liebe.
Valdin hängt noch immer an seinem Exfreund Xabi, während Greta sich unglücklich in ihre Kollegin Holly verliebt. Beide treffen regelmäßig fragwürdige Entscheidungen – sind dabei aber zutiefst menschlich und sympathisch.
Mit viel Humor, Wärme und einem feinen Gespür für zwischenmenschliche Dynamiken erzählt Reilly von einer queeren, maorisch-russisch-katalanischen Familie, in der Streit, Liebe und Karaoke gleichermaßen dazugehören. Dabei ist der Ton stets pointiert, ironisch und gleichzeitig voller Herz. Der Stil ist modern und leichtfüßig – eine Mischung aus Shakespeare und Tinder – und verleiht der Geschichte eine ganz eigene, charmante Stimme.
Die Figuren sind so lebendig und vielschichtig, dass man sie sofort ins Herz schließt. Greta & Valdin ist ebenso zeitgeistig wie zeitlos – ein queerfeministischer, literarischer Genuss, der mehr bietet als nur gute Unterhaltung. Es ist ein erfrischend unkonventioneller Roman über das Leben heute: divers, chaotisch, herzlich – und zum Schreien komisch.
Ein literarischer Geheimtipp aus Neuseeland – unbedingt lesen!
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