Die Früchte, die man erntet

Drei Morde innerhalb weniger Tage: Die beschauliche schwedische Kleinstadt Karlshamn wird vom Terror erfasst. Die Reichsmordkommission steht unter Druck, den Heckenschützen zu stoppen, bevor weitere Menschen ums Leben kommen. Aber es gibt keine Hinweise, keine Zeug:innen und keine eindeutigen Verbindungen zwischen den Opfern.
Der Kriminalpsychologe Sebastian Bergman hat sich für ein ruhigeres Leben entschieden, seit er Großvater geworden ist. Doch plötzlich wird seine Welt auf den Kopf gestellt, als ein Australier ihn aufsucht, um seine Erlebnisse während des Tsunami 2004 zu verarbeiten. Bei dem Sebastian selbst Frau und Tochter verlor.
Seit Sebastians ehemaliger Kollege Billy das erste Mal getötet hat, kann er nicht aufhören. Nun wird er Vater und beschließt, nie wieder zu morden. Aber die Umstände wollen nicht zulassen, dass die Vergangenheit in Vergessenheit gerät. Wie weit wird Billy gehen, um nicht zur Rechenschaft gezogen zu werden?

Man kann lange darum herumreden oder es sofort auf den Punkt bringen: Die Krimireihe um Sebastian Bergmann und seine Kolleg:innen, dessen 7. Band 'Die Früchte, die man erntet' darstellt, ist einfach Kult. Ich bin - wenn man das so sagen kann - Fan der ersten Stunde, seit ich 2013 den ersten Band der Reihe lesen durfte. Alle Fälle (und damit auch den neusten) habe ich mit Vergnügen gelesen. Gelungen erscheint mir nicht nur der Schreibstil und die komplexe Handlung der Krimis, sondern auch die persönliche Entwicklung von Bergmann und seinen Mitarbeiter:innen. Normalerweise nicht sehr angetan von Privatgeschichten, die Kriminalfälle überschatten, wollte ich hier immer mehr erfahren und fand die Lebensgeschichten der Protagonist:innen mindestens genauso spannend wie die Morde. Zusammenfassend kann ich auch beim neuen Krimi des Autorenduos Hjorth und Rosenfeldt (Drehbuchautor der schwedisch-dänischen Serie 'Die Brücke') sagen: Intelligente, leicht ironische Krimiunterhaltung!

Eine Empfehlung von Lea


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