Der längste Schlaf
Mara Lux ist eine junge Schlafforscherin, die in London lebt und nur noch wenig Kontakt nach Deutschland hat. Seit ihrer späten Kindheit leidet sie an Schlaflosigkeit. Diese Bürde hat eine Ursache, Mara träumt prophetisch. Nicht immer, aber immer wieder. Um dem zu entgehen, versucht sie, so wenig wie möglich zu schlafen. Einer modernen Kassandra gleich, versucht sie, mit Hilfe wissenschaftlicher Erklärungen ihre Gabe anzunehmen.
Als ihr ein alter - noch dazu unbekannter - Mann eine Villa in einer hessischen Kleinstadt vererbt, geht sie von einem Irrtum aus. Trotzdem entscheidet sie sich, das Haus anzuschauen. Ausschlagen kann sie das Erbe immer noch. Dort angekommen, macht sie erstaunliche und irritierende Entdeckungen. Das Gebäude "spricht" mit ihr und weckt eine Verbundenheit, die nicht möglich ist. Nie zuvor war Mara an diesem Ort, geschweige denn in der alten Villa.
Der Roman verknüpft zwei Handlungsstränge, die zunächst ohne Verbindung scheinen. Dennoch bewegen sie sich immer mehr aufeinander zu. Die Geschwister Lucy und Kai befinden sich in einer ausweglosen Situation in einem alten Schacht. Niemand kann sie hören ... Oder doch?
Wer Suspense in Kombination mit magischem Realismus jenseits von Familiengeheimnissen und Mordlust mag, liegt damit genau richtig - und riskiert eine schlaflose Nacht. Zumindest wenn zu fortgeschrittener Stunde gelesen wird.
Empfohlen von Barbara