Der Club
Hans Stichlers Kindheit ist schon früh von Schwermut geprägt, denn seine Mutter erkrankt an Krebs. Jeden Abend hört der Junge ihr Husten vor dem Einschlafen.
Seine Tante Alex, die in London wohnt, beschreibt ihn bei einem Besuch folgendermaßen: "Er war so naiv. Und hatte diese faszinierenden, weichen Augen, als sei er ständig bekümmert und als wäre in jedem seiner Augäpfel eine fremde, schwarze Galaxie verborgen."
Auch in der Schule hat der eher kleine und blasse Hans keinen guten Stand, immer öfter wird er zum Ziel der Mobbingattacken seiner Mitschüler. Um sich besser verteidigen zu können, besorgt ihm sein Vater Boxhandschuhe und fährt ihn zum Training.
Diese sportlichen Fähigkeiten führen nach Hans' Abitur dazu, dass Alex anruft und ihn bittet, zu ihr nach Cambridge an die Universität, an der sie lehrt, zu kommen. Ihr Wunsch: Hans soll ihr bei der Aufklärung eines Verbrechens in einer elitären Studentenverbindung helfen. Er schafft es, Mitglied des Pitt Clubs zu werden, und verliebt sich in Charlotte, die ihn in die Bräuche der Snobs einweiht.
Bald merkt Hans, dass hinter den alten Mauern der britischen Oberschicht Geheimnisse lauern, über die keiner spricht. Was ist er bereit zu geben, um dazuzugehören? Muss er das Falsche tun, um das Richtige zu erreichen?
Spannend wie ein Krimi, aber gleichzeitig so zart geschrieben, dass jeder Satz eine Wohltat ist. Ich hatte diesmal wirklich Mühe, mich für ein #quoteofthebook zu entscheiden, da mich die detailreichen und perfekt gewählten Worte mehr als nur fasziniert haben. Ich habe den Roman innerhalb weniger Tage verschlungen, er hat mich sanft, aber mit unglaublicher Kraft gedanklich mitten ins Geschehen gezogen.
Takis Würger lässt verschiedene Perspektiven auf die Handlung blicken. Dadurch gewährt er unterschiedliche Einblicke in das Geschehen. Sein Roman gehört für mich definitiv zu einem der besten Bücher von jungen deutschen Autoren:innen!
Eine Empfehlung von Lea