Acqua Alta

Venedig wurde von einem Jahrhunderthochwasser zerstört. Wie durch ein Wunder überlebt Guido, Mitglied des Stadtrats, das Unglück. Nach Wochen im Krankenhaus und der Rehabilitation begibt er sich erstmals mit einem Boot in die Lagune. Das Ausmaß der Zerstörung ist weitaus größer, als er es sich anhand der Fernsehbilder vorzustellen vermochte. Lässt sich die Stadt überhaupt wieder aufbauen? Oder sollte sie à la Pompeji in ein Freilichtmuseum umgewandelt werden?

Schnitt.

Zwei Jahre zuvor: Guido ist neues Mitglied im venezianischen Rat. Die Zukunft der Stadt und der Region sieht er im weiter auszubauenden Tourismus. Seine Ehefrau Maria Alba versteht die venezianische Seele - und die ihres Mannes - immer weniger. Ihre gemeinsame Tochter studiert Kunstgeschichte. Sie sympathisiert mit Kreisen, die sich gegen die ausufernde touristische Vermarkung wehren.

In der Zuspitzung der Familie werden gesellschaftliche Strömungen deutlich. Hier die Weiter-So-Handelnden, da die zur Umkehr-Aufrufenden und dazwischen jene, die weder die eine noch die andere Position in ihrer Unnachgiebigkeit nachvollziehen können. Ein nachdenklicher Roman, der unser eigenes Tun und Lassen hinterfragt.

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