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Buchtipps - Jugendbuch

Kolonialismus und Postkolonialismus sind die Handlungsstränge von Blut und Schokolade von Peer Martin (*1968), in dem er das Leben auf einer Kakaoplantage in Côte d'Ivoire mit Kakaogenuss in Deutschland und dem globalen Norden verbindet. Seine Erzählstimme leiht der Autor Issa, einem jungen Mann aus Mali, der retrospektiv erzählt, beobachtend involvierend Manal, die ihre Weltreise bei ihren Verwandten an der Côte d'Ivoire beginnen will, um sich endlich mit den Wurzeln ihrer Familie auseinander zu setzen.

Die Kraft der Fantasie steht im Mittelpunkt von Cornelia Funkes Drachenreiter-Epos. Dem gegenüber stellt sie die menschliche Spezies per se, deren Bedarfe zur Lebensbewältigung den Raum der Fantasie ebenso bedrohen wie individuelle Macht- oder Rachegelüste. Dennoch soll Der Fluch der Aurelia laut Cornelia Funke (*1958) keine Parabel sein, sondern Reisegefährte, mit dem „man etwas erkundet … was uns alle bewegt und bestürzt“ (Interview mit Katrin Hörnlein, in: ZEIT Nr. 43 v. 21.10.2021) – das Verschwinden bedrohter Arten durch den Menschen.